Job-Rutsche Ems-Achse
Das Projekt „Job-Rutsche Ems-Achse“ entwickelt neue Formate, die KMU und Jugendliche beim Einstieg in die duale Ausbildung verbinden. Durch gezielte Praktika, Qualifizierung von Ausbilder/innen und individuelle Begleitung wird sichergestellt, dass Azubi, Beruf und Betrieb zueinander passen.
Ausgangslage in der Zielregion
In der Ems-Achse stehen KMU zunehmend vor der Herausforderung, Ausbildungsplätze nicht besetzen zu können. Laut DIHK-Umfrage 2024 nennen 69 % fehlende geeignete Bewerbungen, 35 % gar keine Bewerbungen und 14 % Ausbildungsabbrüche als Hauptgründe. Besonders Betriebe in Branchen, die sich im Transformationsprozess befinden, sind betroffen. Gleichzeitig zeigen Jugendliche trotz vielfältiger Berufsorientierungsangebote Schwierigkeiten bei der konkreten Umsetzung ihrer Berufswahl: Unsicherheiten in der Ausbildungsplatzsuche, mangelnde persönliche und berufliche Skills sowie psychosoziale Hürden erschweren den Einstieg. Das Risiko, dass junge Menschen den Übergang in die Berufswelt nicht schaffen oder frühzeitig abbrechen, bleibt hoch. Mit „Job-Rutsche“ reagieren wir auf diese Situation, indem wir KMU und Jugendliche gezielt in der kritischen Phase zwischen Berufsentscheidung und Ausbildungsstart begleiten.
Ziele
Das Projekt verfolgt das Ziel, KMU und Jugendliche gleichermaßen für eine erfolgreiche duale Ausbildung zu befähigen. KMU werden in ihrer Ausbildungsarbeit gestärkt: durch Ursachenanalyse, Sichtbarkeit, Vernetzung, neue Praktikumsformate und Qualifizierung im Umgang mit jungen Generationen. Jugendliche erhalten individuelle Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche, beim Erwerb beruflicher und persönlicher Schlüsselkompetenzen sowie bei der Bewältigung psychosozialer Herausforderungen. Damit wird die Passung zwischen Betrieb, Beruf und Azubi verbessert, Ausbildungsabbrüche werden reduziert und mehr junge Menschen finden einen nachhaltigen Einstieg ins Ausbildungssystem.
Projektumsetzung
Das Projekt wird praxisnah in enger Kooperation mit KMU und relevanten Partnerorganisationen umgesetzt. Ziel ist es, durch innovative Formate die Lücke zwischen Berufsorientierung und Ausbildungsstart zu schließen.
Dazu wird das Projektteam unter anderem…
- … Ursachen von Besetzungsproblemen in KMU analysieren.
- … gezielte Praktika als Einstiegsformate in die Ausbildung entwickeln.
- … Unternehmen bei Sichtbarkeit und Vernetzung unterstützen.
- … Verbundlösungen für KMU prüfen und umsetzen.
- … Weiterbildungsangebote für Ausbilder/innen bereitstellen.
- … Jugendliche individuell bei der Ausbildungsplatzsuche begleiten.
- … Jugendliche in persönlichen und beruflichen Kompetenzen stärken.
- … KMU und Jugendliche in Matching-Formaten zusammenbringen.
- … Erfahrungen dokumentieren und Best-Practice-Modelle entwickeln.
- … Ergebnisse transferfähig für die Region aufbereiten.
Transformationsprozess gestalten
Das Projekt unterstützt KMU insbesondere in Sektoren, die von technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen betroffen sind. Durch die Entwicklung neuer Praktikums- und Matching-Formate sowie die Qualifizierung von Ausbilder/innen werden Unternehmen befähigt, junge Menschen trotz veränderter Rahmenbedingungen erfolgreich in die Ausbildung zu integrieren. Gleichzeitig wird die Anpassungsfähigkeit der Jugendlichen gestärkt, indem sie individuelle Begleitung, Skill-Training und psychosoziale Unterstützung erhalten. Damit wird die duale Ausbildung auch in Zeiten von Transformation zu einem stabilen Brückenpfeiler für Fachkräftesicherung und Zukunftsfähigkeit.
Vorteile für KMU in der Region
Regionale KMU profitieren von praxisnahen und zeitgerechten Lösungen, die sie bei der Besetzung ihrer Ausbildungsplätze konkret unterstützen. Durch individuelle Analyse, neue Praktikumsmodelle und Qualifizierung im Umgang mit Azubis werden Betriebe besser aufgestellt, um junge Menschen zu gewinnen und langfristig zu halten. Die Projektergebnisse werden systematisch dokumentiert und in die Netzwerke der Ems-Achse eingebracht, sodass eine nachhaltige Weiternutzung, Verstetigung und der Transfer in andere Branchen und Regionen möglich sind. So stärkt „Job-Rutsche“ die Attraktivität der dualen Ausbildung und die Zukunftsfähigkeit der regionalen Wirtschaft.
Das Wichtigste in einem Satz
- „Das Projekt verfolgt das Ziel, …“ junge Menschen und KMU durch innovative Praktikums- und Begleitformate erfolgreich in die duale Ausbildung zu führen und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.
- „Transformation gestalten bedeutet für uns konkret, …“ Betriebe und Jugendliche so zu stärken, dass sie die Herausforderungen des Wandels gemeinsam meistern und die duale Ausbildung zukunftsfähig bleibt.
- Verstetigungs- und Transfergedanke
Die Projektergebnisse werden in die regionalen Netzwerkstrukturen der Ems-Achse eingebunden, für KMU branchenübergreifend aufbereitet und als Best-Practice-Modelle verstetigt, sodass ein nachhaltiger Transfer über die Projektlaufzeit hinaus gelingt.