Starke ländliche Regionen vernetzen sich Erstes dreitägiges Treffen in Papenburg

Das Unternehmen Frisia Möbelteile in Leer stellte sich als gutes Beispiel zur Fach-kräftesicherung den Teilnehmern des 1. Netzwerktreffens vor.

Ob Nordseeküste, Thüringen, Sauerland oder Allgäu – die Chancen und Herausforderungen ländlicher Räume sind unabhängig von der Lage in Deutschland häufig ganz ähnlich. Das war eine Erkenntnis des ersten Vernetzungstreffens eines neuen vom Bundeslandwirtschafts­ministerium geförderten Projektes. Unter dem Titel „Strategische Kooperationsregionen in ländlichen Räumen“ haben sich insgesamt sieben Regionen getroffen, um gemeinsam zu erarbeiten, wie sie ihre Aufgabe als Entwicklungsorganisationen noch besser wahrnehmen können.

 

Das Projekt wird geleitet vom Beratungsunternehmen Sprint (Darmstadt) und der Wachstumsregion Ems-Achse mit Sitz im emsländischen Papenburg. Dort fand auch das erste Treffen statt, an dem die Partner Allgäu, Bodensee, Koblenz-Mittelrhein, Südwestfalen, Nord-Thüringen und Vorpommern teilnahmen. „Wir freuen uns, dass nach einem intensiven Auswahlprozess diese starken Regionen nun enger zusammenarbeiten“, sagt Dr. Dirk Lüerßen, Geschäftsführer der Ems-Achse und Projektleiter für den Praxis-Teil. „Der Auftakt ist gelungen und es ist spannend zu sehen, wo Gemeinsamkeiten und wo Unterschiede bestehen“, ergänzt Dr. Sebastian Elbe (Sprint), der als Projektleiter die Regionen forschend begleitet.

 

Neben dem gegenseitigen Kennenlernen wurde sofort intensiv gearbeitet. Ein Schwerpunkt war dabei der Bereich „Fachkräftesicherung“. Trotz zum Teil exzellenter Wirtschaftsdaten, einem sehr gesunden Mittelstand und vielen Marktführern würden ländliche Räume häufig nur touristisch wahrgenommen. Die Regionen wollen dieses Thema beim nächsten Treffen in Berlin vertiefen. Dort planen die Partnerregionen einen gemeinsamen Auftritt bei der Internationalen Grünen Woche. Ansonsten finden die Zusammenkünfte in den beteiligten Regionen statt, um Einblicke in die Situation vor Ort zu bekommen. Bei der Ems-Achse standen dazu zwei Betriebsbesuche an: Die Unternehmen Frisia Möbelteile und Orgadata öffneten in Leer ihre Türen und gaben einen Einblick, wie sie Personal finden und binden.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogrammes Ländliche Entwicklung.

Für mehr Informationen wurde eine Projektseite geschaffen: www.starke-regionen.de.

 

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