Konjunktur im Gebiet der Ems-Achse weiter ohne Impulse

Konjunkturklima Ems-Achse

Mehr als ein Jahr nach dem Corona-Ausbruch in Europa wird die geschäftliche Stimmung im Gebiet der Wachstumsregion Ems-Achse weiterhin maßgeblich durch den Pandemieverlauf und die damit einhergehenden Eindämmungsmaßnahmen bestimmt. Der Konjunkturklimaindex, wichtigster Gradmesser der regionalen Wirtschaft, stieg im Vergleich zum Vorquartal zwar um drei Punkte – mit 94 Zählern liegt er allerdings weiterhin deutlich unterhalb des langjährigen Durchschnitts. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Auswertung der Konjunkturumfrage durch die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, die IHK für Ostfriesland und Papenburg sowie die Wachstumsregion Ems-Achse.

Behördlich angeordnete Einschränkungen oder gar Geschäftsschließungen im Einzelhandel, im Gastgewerbe, in der Reise- und Veranstaltungswirtschaft, in der Kulturbranche sowie bei körpernahen Dienstleistern treffen die jeweiligen Wirtschaftszweige erheblich. Doch auch für die nicht von Schließungen betroffenen Bereiche gestaltet sich der Weg aus der Krise zäh. Im Durchschnitt aller Branchen rechnen lediglich 20 % der Unternehmen mit besseren Geschäften in den kommenden Monaten, wohingegen 31 % von einer nochmals rückläufigen Geschäftslage ausgehen.

Dass der Konjunkturklimaindex im Durchschnitt aller Branchen dennoch ansteigt, ist auf die Entwicklung in der Industrie zurückzuführen: Dort bewerten aktuell 40 % der Unternehmen ihre Lage als gut, lediglich 18 % als schlecht. Auch der Ausblick auf die kommenden Monate fällt überwiegend positiv aus.

Die größten Risiken bei der wirtschaftlichen Entwicklung in den nächsten Monaten sehen die Unternehmen in den Unsicherheiten rund um die Entwicklung der Corona-Pandemie. Zunehmend Sorge bereiten den Unternehmen aber auch steigende Energie- und Rohstoffpreise: Jeder zweite Betrieb sieht hierin aktuell ein Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung (Vorquartal: 36 %). Eine nachlassende Inlandsnachfrage wird aktuell von 47 % der Unternehmen als Risiko für die weitere Entwicklung eingestuft (Vorquartal: 57 %) und der Fachkräftemangel von 40 % der Betriebe (Vorquartal: 37 %).

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